Devisenkommentar

Devisenkommentar

Der Devisenkommentar wird regelmässig publiziert und umfasst unsere Markteinschätzung für die fünf wichtigsten Währungspaare.

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Wichtige Hinweise

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass sich die nachstehenden Deviseneinschätzungen ausschliesslich an Personen mit Domizil Schweiz richten. Zudem bitten wir den Leser, stets folgende Informationen zur Kenntnis zu nehmen:

Erstellungsdatum: 11. August 2020

EUR/USD 1,1750

Der EUR hat die Kursverluste gegenüber dem USD der vergangenen Handelstage vorerst nicht weiter fortgesetzt. Aktuell wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1750 gehandelt und damit praktisch unverändert zum Montagabend. Zuletzt hatte eine USD-Stärke den EUR belastet. Besser als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt und die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, bestehende Hilfsmassnahmen in der Corona-Krise per Erlass zu verlängern, sorgten für Auftrieb bei der US-Währung. Wir erwarten für heute einen eher impulsarmen Handel: Im Tagesverlauf stehen nur wenige wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Am späten Vormittag könnten die Konjunkturerwartungen für Deutschland des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für etwas Kursbewegung beim EUR sorgen. Die technischen Indikatoren zeigen, solange wir oberhalb der 1,16-Marke bleiben, weiterhin nach oben mit Kurszielen bei 1,1880 und 1,1950. Trading-Range: 1,1740-1,1880.

Widerstände 1,1840 1,1880
Unterstützungen 1,1740 1,1690
EUR/CHF 1,0750

Etwas schwächer als gestern zeigt sich die Gemeinschaftswährung gegenüber dem CHF, aktuell bei 1,0750. Die technischen Indikatoren zeigen, solange wir oberhalb der Marke von 1,0680 bleiben, weiterhin nach oben mit Kurszielen bei 1,0800 und 1,0840. Die 1,08-Marke gilt als wichtiger Widerstandspunkt. Unten sehen wir Unterstützungen bei 1,0680 und 1,0640. Trading-Range: 1,0680-1,0840.

Widerstände 1,0800 1,0840
Unterstützungen 1,0740 1,0680

USD/CHF 0,9150

Weiterhin über der 0,91-Marke zeigt sich auch heute der USD gegenüber dem CHF, aktuell bei 0,9150. Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, bestehende Hilfsmassnahmen in der Corona-Krise per Erlass zu verlängern, haben gemäss Marktteilnehmern den USD gestützt. Auch wenn die Hilfen teilweise weniger grosszügig ausfallen als zuvor, sei ein abrupter Stopp der fiskalischen Unterstützung verhindert worden. «Ein bisschen Stimulus ist eben besser als gar keiner.» Zumindest scheint der Markt dies so zu sehen, weshalb der USD moderat stärker handelt. Die technischen Indikatoren bleiben trotzdem weiterhin negativ mit Kurszielen bei 0,9050 und 0,9000. Trading-Range: 0,9000-0,9180.  

Widerstände 0,9180 0,9220
Unterstützungen 0,9050 0,9000
USD/JPY 106,00

Der Range zwischen105,20 und 106,40 bleibt weiterhin intakt. Nach der feiertagsbedingten Vortagespause legte der USD/JPY etwas zu und wird um die 106-Marke gehandelt. Eine Abschwächung des USD/JPY bis auf 105,00 und 103,90 dürfte das nächste Ziel sein, da der JPY in Krisenzeiten gesucht wird. Die technischen Indikatoren zeigen, solange wir unter der Marke von 108,20 bleiben, weiterhin nach unten. Oben sehen wir einen starken Widerstand bei 107,50 und 108,20. Trading-Range: 103,90-107,50.

Widerstände 106,40 106,90
Unterstützungen 105,00 103,90
GBP/USD 1,3070

Das GBP hat sich gestern von der wichtigen Marke von 1,3000 etwas entfernt und erreichte mit 1,3105 ein neues Tageshoch. In der Zwischenzeit schwächte sich das Cable wieder etwas ab und steht aktuell bei 1,3070. Die technischen Indikatoren zeigen, solange wir oberhalb der wichtigen 1,30-Marke bleiben, weiterhin nach oben, mit Kursziel bei1,3200. Mit weiteren kleineren Korrekturen nach unten muss jederzeit gerechnet werden. Trading-Range: 1,3000-1,3200.

Widerstände 1,3200 1,3250
Unterstützungen 1,3050 1,3000

Neue Rekordtiefs bei türkischer Lira (TRY)

Die Talfahrt der türkischen Währung (TRY) geht weiter: Nachdem die TRY bereits in der vergangenen Woche Tiefststände erreicht hatte (USD 7,3600 und EUR 8,6700), verzeichnete der Kurs zum Wochenauftakt neue Rekordtiefs zum USD 7,4100 und dem EUR 8,7200. Marktbeobachter begründeten die aktuelle Kursschwäche der türkischen Währung mit neuen Spannungen zwischen der Türkei und Griechenland im Streit um Erdgas im östlichen Mittelmeer. Seit geraumer Zeit leidet die TRY unter der Geldpolitik der türkischen Notenbank. Trotz einer vergleichsweise hohen Inflation mit einer Jahresrate von zuletzt etwa 12 % hatte die Notenbank mehrfach die Zinsen gesenkt, um die Wirtschaft stärker in Schwung zu bringen. Der Leitzins der Türkei soll für den Rest des Jahres bei 8,25 % gehalten werden; allerdings sind die Risiken nach der jüngsten Volatilität der TRY eindeutig nach oben gerichtet. Die Hauptfaktoren für die Volatilität der TRY sind die lokale Nachfrage nach harter Währung und eine «relativ gedämpfte Reaktion» der Zentralbank in Bezug auf Devisenverkäufe.

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